Projektförderung: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)
Im Rahmen der Klimaschutzinitiative der Bundesregierung wird der klimafreundliche Ausbau der Valley View Universität in Ghana mit 1,3 Millionen Euro gefördert.
Die Investitionsmaßnahmen umfassen den Bau eines Umweltgebäudes für die neuen ökologischen Studiengänge, Stromversorgung über Solarzellen, großvolumige Regenwasserspeicher für die langen Trockenzeiten, Wasseraufbereitung, Erhalt und Pflanzung von klimarelevanter Vegetation (ca. 5000 Bäume).
Zeitraum der Umsetzung: Ende 2008 bis Beginn 2010. Die internationale Werkstatt ClimSys 2010 Ende Februar 2010 eröffnete das neue Umwelt-Studienzentrum und übergab gleichzeitig alle Anlagen und deren Betrieb und Betreuung an die VVU. Zur Eröffnungszeremonie sind Videos verfügbar.
Die Konzepte Klimafreundliche VVU wurden in Zusammenarbeit mit folgenden Partnern verwirklicht:
Dipl.-Ing. Dr. Reinhard Perfler Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz Muthgasse 18/5. Stk.
A 1190 Wien
E-Mail: reinhard.perfler@boku.ac.at
Internet: http://www.boku.ac.at/
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
(BMU)
Dr. Seth Laryea, Valley View University President
Mr. Emmanuel Kwandahor, Direktor of Physical Plant
P.O. Box KA 9358, Airport-Accra
Mile 19, Oyibi, Accra-Dodowa Road, Accra, Ghana
Telefon: +233 21 - 508998, +233 24 - 3349328 oder +233 24 - 4299756
E-Mail: larseth@yahoo.com oder kwandahor@yahoo.com
Internet: http://www.vvu.edu.gh
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Am 06.04.2010 strahlte das ZDF diesen Beitrag über die Valley View Universität aus:
Diese sind unter dem Projekt Ökologische Kreislaufwirtschaft zu finden, da es sich um verschiedene Einzelprojekte handelt. Die einzelnen Nutzungen wurden so angeordnet, dass diese auf sinnvolle Weise verknüpft und insgesamt ökologisch bestmöglich verträglich sind. Zudem wird die Infrastruktur weitgehend dezentral eingerichtet, um auf Veränderungen der Konzeption oder der Rahmenbedingungen flexibel reagieren zu können. Dabei werden die Gebäude so verknüpft, daß sich ihre unterschiedlichen Stoffströme sinnvoll ergänzen. Die gesammelten Stoffe werden weitgehend in der Landwirtschaft verwertet, für die im Osten des Campus ein großes zusammenhängendes Gebiet ausgewiesen wurde.
6. Vegetation
Die Vegetation auf dem Campus der VVU wird geschützt, erweitert und gepflegt bzw. bewirtschaftet. Das Mikroklima ist dadurch ausgeglichen und der Aufenthalt unter Schattenbäumen steigert die Lebens- und Arbeitsqualität.
9. Neupflanzung klimapositiver Vegetation
Die landwirtschaftlichen Flächen umfassen unter andrem Cashew-, Mango- und Orangenplantagen. Studenten nehmen, auch wenn die Fakultäten nicht landwirtschaftlich ausgerichtet sind, an dem Anbau von Gemüse teil. Die Fruchtbarkeit des Bodens und die Ernteerträge werden durch die lokalen Nährstoff- und Wasserkreisläufe stabilisiert.
10. Baobab-Centre für "Ecological Studies"
Um ein langfristiges Bestehen der installierten Systeme möglich zu machen, müssen vor Ort Menschen mit den Hintergründen vertraut gemacht werden. Um fachliche Kompetenz und Motivationen herbeizuführen ist ein neues Fakultätsgebäude für "Ecological Studies" gebaut worden. Das Gebäude verwirklicht eine integrative Planung mit ganzheitlichem Anspruch. Nicht nur Wasser- und Nährstoffkreisläufe werden in humanen Ökosystemen praktiziert, sondern auch der Energie- und der Informationsfluss soll hier sinnvoll verwertet werden. Photovoltaikanlagen sorgen für ein Nullenergieverhältnis und durch die ortsangepasste Bauweise wird keine elektrische Belüftung benötigt.
Im Zuge der Errichtung des Baobab-Centers (Bild links) wurden ein Regenwasserspeicher (Bild rechts) sowie eine Wasseraufbereitungsanlage gebaut.